Gastspiel der Operettenbühne Wien - Heinz Hellberg
Mit viel Natürlichkeit und volkstümlicher Frische komponierte Carl
Zeller eine Operette, die in kürzester Zeit zum Welterfolg wurde. Die
Geschichte nach dem Vaudeville "Ce que deviennent les roses" von
Victor Varin und Edmond de Biéville erzählt von falschen Kurfürsten
(und -innen), geldgierigen Baronen und hochverschuldeten Bonvivants,
aber auch von ehrlichen und ehrbaren Mädchen und einem Vogelhändler, der
alles recht machen will und dadurch alles zusätzlich
durcheinanderbringt. Aber was will man mehr: Am Ende bekommt jeder was
er verdient - und der Vogelhändler Adam seine Christel von der Post.
Die Kombination von pfälzischer Lebenslust und Tiroler
Treuherzigkeit, die Klangpracht der Ensembles und die unvergessenen
Vogelhändler-Weisen wie „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ oder „Ich bin
die Christel von der Post“ versetzen das Publikum immer wieder in
Verzückung. Heinz Hellberg hat dieses Werk in einer bezaubernden, und
von Presse, Publikum und Veranstaltern hochgelobten Inszenierung auf die
Bühne gebracht und damit seine führende Position unter den
deutschsprachigen Operettenensembles eindrucksvoll unter Beweis
gestellt. Eine Aufführung, geprägt von einer tief verwurzelten
Spielfreude ganz in der Wiener Tradition, die erfüllt, was sich Heinz
Hellberg für seine Insze-nierungen so sehr wünscht: „Ein Märchen auf die
Bühne zu bringen, das es ermöglicht, durch schöne Stimmen, prächtige
Kostüme und die wunderbare Musik die Seele baumeln zu lassen und dem
Alltag für zwei Stunden zu entfliehen.“